Herzlich Willkommen bei Falkenseer Künstler:innen

Gelebte Willkommenskultur findet in Falkensee nicht nur bei der Willkommensinitative statt: Das bewiesen am vergangenen Wochenende zahlreiche Künstler:innen der Stadt,die anlässlich des ‘Tages des Offenen Ateliers, ihre Gärten und Werkstätten für Besucher geöffnet hatten. 

Unter dem Motto ‘Fitness trifft Kunst’ starteten wir am Sonntag Mittag an der B84 mit unseren Fahrrädern, um die kreativen Orte aufzusuchen. Unser erstes Ziel sollte ‘das Heizhaus’ von Sabine Ostermann sein. Quer durch den Gutspark erreichten wir schnell das Wohn- und Werkstattgelände von Sabine, das mit seinem 17 Meter hohen Schornstein zu DDR-Zeiten Teil der ehemaligen PGH (Produktionsgenossenschaft Handwerk) ‘Vorwärts’ gewesen war.

Unter dem Titel ‘Leute machen Kleider oder umgekehrt’ empfing uns Sabine auf ihrem Areal mit großformatigen Linolschnitten. Auf den Kunstwerken waren vieldeutige Geschichten zu sehen. Die strahlende Farbigkeit und die bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Szenen von Menschen und Tieren, die an riesengroßen Kleidungsstücken, Wollknäulen oder Fäden arbeiteten, faszinierten uns sehr. Wer Sabine und ‘das Heizhaus’ kennt, weiß, dass es unendlich viel auf ihrem Grundstück zu entdecken gibt, wie zum Beispiel ihre Restaurierungswerkstatt für Möbel und Holzobjekte, das lichtdurchflutete Atelier oder der reizvolle Garten hinter einer freistehenden Restwand, die wie eine Theaterkulisse wirkt.

Nach einer ausgedehnten Pause mit frischem Kaffee und tollen Eindrücken über das vielfältige Schaffen der Künstlerin Sabine Ostermann, machten wir uns mit unseren Drahteseln auf den Weg zum Atelier von Heinz Bert Dreckmann.

Bisher hatte uns der angekündigte Regen verschont, doch nun erwischte es uns auf dem Weg in die Friedrich-Engels-Allee voll. Obwohl wir durch unsere nasse Kleidung und plattgeregneten Haaren nicht besonders einladend aussahen, wurden wir im Wohnzimmer von Familie Dreckmann herzlich willkommen geheißen. Unter dem Motto: ‘PORTRAITIERT’ bestaunten wir u.a. Kohlezeichnungen von Tieren, die so realistisch aussahen, als wären es Fotografien. Dreckmann, der normalerweise riesige Bühnenbilder zeichnet und aus Alltagsgegenständen kreative Objekte herstellt, hatte sich während der Corona Zeit darauf konzentriert, Tieren aus der freien Wildbahn ein Gesicht zu geben –

Wolf, Adler oder Eule, als Individuen darzustellen. Welch wunderbare Art der Kunst, uns Menschen auf feinsinnige Weise zu zeigen, dass jedes Geschöpf Herz und Seele besitzt, die es zu schützen gilt.

Getragen vom Gefühl des Zusammenhalts erreichten wir danach pitschnass das schöne Gartenatelier von Bernd Martin. Als hätte der freischaffende Maler uns schon erwartet, bat er uns sofort in seine gemütliche Werkstatt. Wir wurden sofort mit Kuchen, heißen Getränken und einem wärmenden Kaminofen-Feuer versorgt. Es war als ob wir alte Freunde und erwartet worden wären – was für eine herzliche Atmosphäre!

Zwischen Farbtuben, eindrucksvollen Gemälden und netten Gesprächen verbrachten wir zwei wertvolle Stunden zusammen.
Abschluss unserer Kunstreise war dann in Finkenkrug das blaue “farbfrisch” Atelier von Uta Munzinger. Die Kunsttherapeutin hatte Pinsel, Farben und Papier bereitgestellt, so dass wir uns künstlerisch ausprobieren konnten. Ahmed, Özlem und Bouchra bewiesen eindrucksvoll ihr Talent und schufen unter der Anleitung von Uta kleine “Meisterwerke”. Auch bei Uta fühlten wir uns sofort wie daheim.
Am Ende des Tages waren wir gleich mehrfach nach Hause gekommen. Es war der Beweis, dass in Falkensee eine großartige Willkommenskultur herrscht, die an diesem Nachmittag insbesondere von den Künstlern der ‘Offenen Ateliers gelebt wurde. 

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