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Gefährdetes Friedensprojekt: Diskussion zu Europa im Haus am Anger

Was hat Europa mit uns zu tun? Das war das Thema einer gut besuchten Diskussionsveranstaltung, zu der die Initiative Willkommen in Falkensee und die Europa-Union ins Haus am Anger eingeladen hatten. Die EU könnte sichtbarer sein, wenn deutlicher darauf hingewiesen würde, welche Projekte in Falkensee mit Geldern aus Brüssel verwirklicht wurden, Radwege etwa und der Bahnhofsumbau. Oder wenn Falkensee europäische Partnerstädte hätte, wie andere Kommunen gleicher Größe. Europa ist aber mehr als die Verteilung von Geldern. Schließlich ist es nicht selbstverständlich, dass es seit 74 Jahren hier keinen Krieg mehr gab.

Reisen ohne Grenzkontrollen sind möglich, Studierende und Auszubildende können mit Förderprogrammen im Ausland Erfahrung sammeln und beim Telefonieren fallen keine Roaming-Gebühren mehr an.

Derzeit allerdings sieht die Europäische Union nicht nach einer Erfolgsgeschichte aus. Nationale Egoismen sind groß, es gibt Demokratiedefizite in den Entscheidungsabläufen der EU, wichtige Entscheidungen werden oft blockiert. Aus Sicht der Diskutierenden ist das aber kein Argument gegen Europa, sondern für eine Vertiefung der Union. Beteiligt waren unter anderem aus der Europa-Union die Vize-Vorsitzende Dr. Mechthild Baumann und der Vorsitzende derselben Hans-Peter Pohl (CDU). Außerdem Mitglieder des Vorstandes der Europa-Union Wolfgang Jähnichen (SPD) und Günter Chodzinski, (Grüne) sowie
Harald Petzold (Linke) aus dem Beirat der Europa-Union Havelland.

Ein Kommentar

  1. Die Europäische Union zu stabilisieren sollte das große und nicht allzu ferne Ziel der Vertreter*innen sein. Das wird keinesfalls gelingen, wenn nicht endlich eine klare Position pro Wiederaufnahme und Wahrung der Menschenrechte innerhalb von Europa geschieht. Hierfür wäre es dringend nötig, unsere neuen Mitbürger*innen gleichberechtigt in die Entwicklung einzubeziehen und von ihren Ressourcen gemeinsam zu profitieren. Ich wünsche mir einen Marshall Rosenberg zurück, der die Giraffensprache konnte und diese auch an andere weitergab. Große Konflikte brauchen kleinschrittige Lösungsversuche, die aufeinander aufbauen :so geschieht Sinneswandel, der am Ende zum Blick über den Tellerrand und der Freude an Gemeinschaft führt.

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